Gänsefleisch - was ist dran?

Obwohl Gänsefleisch zu den fettreicheren Geflügelsorten zählt, hat es doch einiges zu bieten. So haben 100 Gramm zwar rund 340 kcal und 31 Gramm Fett, jedoch auch ca. 15 Gramm Eiweiß und 420 mg Kalium, 12 mg Kalzium und 184 mg Phosphor. Auch an Vitaminen ist das Gänsefleisch reich. Vor allem die Vitamine A, B1, B2 und B6 sind in Gänsefleisch enthalten, aber auch das wichtige B-Vitamin Niacin.

Wer also an Martini nicht auf sein Gansl verzichten möchte, sollte darauf achten, dass ein Gansl aus artgerechter Tierhaltung auf den Teller kommt. Denn die Tradition des Ganslessens hat weitreichende Folgen, vor allem für die Gänse.

Ungefähr 200.000 Gänse werden bei uns jährlich verspeist, die Hälfte davon zu Martini und Weihnachten. Obwohl es in Österreich praktisch keine Massentierhaltungen gibt und auch tierquälerische Behandlungsmethoden wie das Lebendrupfen oder das Stopfen bei uns verboten sind, heißt das nicht, dass die Gänse auf dem Teller aus artgerechter Tierhaltung stammen. Nur 19 Prozent der Gänse kommen nämlich von heimischen Höfen. Der Rest wird aus Frankreich, Ungarn und Polen importiert, wo solchen Behandlungsmethoden keine Gesetze im Wege stehen.


Bio-Gänse erkennen Sie am Gütesiegel, das in Österreich geschützt ist. Eine Weidegans ist fettärmer als eine Mastgans und weist weniger Bratverlust auf. Heimische Gänse werden über 28 Wochen langsam großgezogen. Die Futterbasis ist Gras, Hafer und anderes Getreide. Diese hochwertige Fütterung macht sich meist erst bei der Zubereitung bemerkbar. Eine 4 kg schwere heimische Weidegans wiegt als Festtagsbraten noch immer rund 3,2 kg. Eine in zwölf Wochen schnell aufgezogene und damit auch viel fettere Gans verliert beim Braten Fett und es bleiben nur mehr
2,4 kg von 4 kg zum Verzehr.
 

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