Ganslbauern bereit für die Saison 2006

Im Landgasthaus Neulinger in Liebenau wurde die Gänsesaison 2006 eröffnet. Die Patenschaft übernahmen Landesbäuerin LAbg. Annemarie Brunner, LAbg. Gabi Lackner- Strauß und Bezirksbauernkammerobmann Josef Mühlbachler.

In allen vier Landesteilen werden von 100 Gänsehaltern ca. 12.000 Weidegänse gehalten. Das Projekt OÖ. Weidegans wird aber auch im Mostviertel, Burgenland, Kärnten und Salzburg nach dem Modell Oberösterreich durchgeführt. Die Ursprungsregion war 1991 der Gerichtsbezirk Unterweißenbach; besser bekannt als Mühlviertler Alm. Auch in Anerkennung dieser Pionierarbeit wurde die Mühlviertler Alm Weidegans heuer als Genussregion ausgezeichnet. 6 Bauern und 3 Gastwirte organisieren in dieser Region Absatz und Werbung gemeinsam. Eine Zusammenarbeit die in allen Weidegansprojektgruppen gepflegt wird und künftig weiter ausgebaut werden soll. 

Der Pro Kopf Verbrauch von Gänsefleisch beträgt 20 dag. Statistisch gesehen konsumiert jeder Österreicher/in einmal im Jahr eine Portion Gänsefleisch. Anfang der 90-iger Jahre lang die Inlandsversorgung bei knapp 6%. Aktuell sind 15% aller Gänse aus Österreich. In  Oberösterreich kommt  jedes 5 Gansl vom heimischen Bauern. Ziel ist die Verdoppelung der aktuellen Produktion. Weidegänse werden ausschließlich frisch vom Bauernhof an die Konsumenten bzw. Gastronomiebetriebe abgegeben.  Die  gute Nutzung von Altgebäuden und die Verwertung von Grünland motivieren Betriebe in diese Geflügelerzeugung einzusteigen. Die Bereitschaft zur Direktvermarktung ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Gänsehaltung. Die gute Futtergrundlage auf den Gänseweiden lässt für die bevorstehende Saison einen guten Gansljahrgang 2006 erwarten. Auch heuer heißt es für Ganslfreunde wieder schnell zugreifen. Weidegänse werden auch heuer  wieder knapp und am 11. November ist es zu spät sich den Festtagsbraten zu sichern.  

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