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ESSEN |
08.11.2010 |
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Gansl ist nicht gleich Gansl
Österreichweit werden
dieser Tage etwa 350.000 Gänse verspeist. Wer sein Gansl
im Supermarkt kauft und selbst zubereitet, weiß: Gans
ist nicht gleich Gans. Es gibt Mastgänse, Weidegänse,
Stopfgänse und Biogänse. |
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Verschiedene Gänse
Stopfgans, Mastgans,
Weidegans oder Biogans: Fertig gebraten auf dem Teller
sehen sie alle gleich aus. Doch das Leben, das das
Federvieh bis dahin gefristet hat, könnte nicht
unterschiedlicher sein. |
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In Österreich ist die Stopfleberproduktion verboten.
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Stopfgänse
Stopfgänsen wird alle
drei bis vier Stunden ein Brei aus Mais, Salz und Wasser
verabreicht. Und zwar mit einem Rohr, das den Tieren bis
in den Magen gesteckt wird.
Das Ziel: die begehrte Gänsestopfleber. In Österreich
ist die Stopfleberproduktion verboten. Importe kommen
aus Ungarn, Rumänien oder Frankreich. |
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Mastgänse
Mastgänse werden bereits
im Alter von zwölf Wochen geschlachtet. Bis dahin
bekommen sie auf natürlichem Wege möglichst viel Futter,
sodass sie schnell die Schlachtreife erreichen.
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Weidegänse
Besser haben es da die
Weidegänse. Sie werden etwa 28 Wochen alt.
"Bei den burgenländischen Weidegänsen ist das so: Man
hat 100 auf einem Hektar und zwei pro Quadratmeter im
Stall. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gras und
bekommen etwas Futter dazu", sagt Gänsezüchterin Herta
Schneider. |
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Preisunterschiede
Der Unterschied zwischen
Bio- und Weidegänsen liegt unter anderem im Futter.
Biogänse bekommen ausschließlich Futter aus biologischer
Landwirtschaft. Dazu kommt, dass sie Zugang zu Wasser
haben müssen. Diese unterschiedlichen Haltungsformen
machen sich auch im Preis bemerkbar. |
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Tiefgekühlte Gänse aus dem Ausland sind in den
heimischen Supermäkten ab vier Euro erhältlich. Für eine
frische Mastgans zahlen Konsumenten mindestens sechs
Euro.
Die konventionell gehaltene burgenländische Weidegans
wird ab 8,50 Euro pro Kilo verkauft. Und Bio-Gänse sind
ab 9,50 Euro zu haben. |
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Konsumenten nehmen höheren
Preis in Kauf
Dass man für glückliche
Gänse etwas tiefer in die Tasche greifen muss, nehmen
immer mehr Konsumenten in Kauf.
"Es gibt einige Personen, die gezielt nach
Bio-Weidegänsen fragen. Wir merken aber, dass
Regionalität Bio schlägt.
Das heißt, dem Kunden ist wichtig, dass das Produkt aus
der Region kommt, es muss aber nicht unbedingt Bio
sein", sagt Christian Reicher von der
Landwirtschaftskammer. |
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Auch geschmackliche
Unterschiede
Profis setzen auf
heimische Produkte: Denn der Unterschied liegt nicht nur
im Preis, sondern auch im Geschmack.
"Das Fleisch der Weidegans ist zart, aromatisch und
feinfasrig. Und das ist für die Küche natürlich von
großem Vorteil", sagt Restaurantbesitzerin Gerda
Wiesler. |
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Nachfrage größer als Angebot
Wer zu Martini eine
burgenländische Weidegans auf dem Teller haben möchte,
sollte diese vorbestellen. Denn derzeit ist die
Nachfrage größer als das Angebot.
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Im Zuge der Umsetzung des neuen ORF-Gesetzes ist zu
diesem Beitrag kein Forum möglich. |
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