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MO | 12.11 | 09:14
 
       
  Gansl-Rollbraten. (Bild: ORF)
Küchen-Geheimnis
  Drei mal Gans kreativ zu Martini
Natürlich steht auch das Küchengeheimnis dieser Woche ganz im Zeichen von Martini. Schmankerlwirt Richard Samp serviert gleich drei kreative Rezeptvorschläge für die Gans.
 
   
      Von deftig bis exotisch
"Ist die Martinsgans am Brustbein braun, wird man mehr Schnee als Kälte schauen, ist sie aber weiß, kommt weniger Schnee und Eis." So eine Bauernregel - oder vielleicht sogar auch eine Kochregel.

Wir haben drei feine Rezepte für Sie, Ganslvariationen für jeden Geschmack, von deftig bis exotisch. Für alle Ganslfans hat sie Richard Sampl, der pannonische Schmankerlwirt aus Neuhaus am Klausenbach, zusammengestellt.
 
   
 
    Martinigansl. (Bild: ORF)
 
 
 
    Brauch und Tradition
Die Legenden vom Heiligen Martin kennt jedes Kind, die Geschichte vom geteilten Mantel wohl ebenso wie die vom Versteck im Gänsestall. Dort wollte sich der fromme Mann vor der Berufung zum Bischof drücken. Doch, wie es so schön im Sprücherl heißt: Die Gänse haben Sankt Martin verraten, drum werden sie heute gebraten!

Der Brauch, zum Martinsfest Gänse zu schlachten, kommt eigentlich daher, dass dieser Tag früher Hauptzinstag war. Das Gesinde wurde entlohnt, Steuern bezahlt und neue Verträge geschlossen - und das Vieh, das man nicht über den Winter durchfüttern wollte, geschlachtet.
 
      Mit Qualität
Zunächst zum Grundsätzlichen: Gansl ist nicht gleich Gansl. Woher der feine Braten kommt, ist immer mehr Gästen nicht egal. Schon bei der Tischreservierung werde gezielt nach der südburgenländischen Weidegans gefragt, so Sampl.

Das Fleisch artgerecht aufgezogener Tiere ist schmackhafter, etwas dünkler und weniger fett. Ganz ohne Fett geht es beim Gansl natürlich nicht. aber schließlich ist es ja auch ein guter Geschmacksträger.

Ein großer Teil des Fetts werde bei der langsamen Zubereitung ohnehin herausgebraten, erklärt Richard Sampl.
 
   
 
    Zeit muss man haben
Einer der wichtigsten Faktoren, die zum Gelingen beitragen ist, neben der Qualität des Geflügels, Zeit. "Eine Gans braucht eine gewisse Zeit. Es heißt: Ein Kilo braucht eine Stunde", so Sampl.
 
      Küchenfertig kaufen
Der Profikoch rät auch, die Gans küchenfertig zu kaufen und sich so das mühsame Putzen und Ausnehmen zu ersparen, zumindest wenn nur der klassische Gänsebraten daraus werden soll und keine Suppe oder Gänseleber gekocht wird.

Rollbraten von der Gans
Ein paar ganz spezielle Ganslvariationen hat Sampl hier aber dennoch parat - wie zum Beispiel der Rollbraten. Das Gansl wird dazu ausgelöst, flach aufgeschnitten und plattiert.
 
   
 
    Die Fülle machts
Soviel zur Hülle, die wie es sich für ein Martinigansl gehört, schön knusprig gebraten wird - bei diesem Gericht kommt es aber auch auf die Fülle an.
 
 
    Zutaten für die Fülle. (Bild. ORF)
Die Fülle besteht aus Semmel, Ganslleber, Dörrpflaumen, Maroni und angedünstete Äpfel. Das wird zusammengerollt und mit Bindfaden fixiert.
 
 
 
    Gansl-Rollbraten. (Bild: ORF)
Ist der Rollbraten gefüllt, in Form gebunden und auch außen gewürzt, wird er ins Rohr geschoben und bei 170 Grad rund 2 Stunden gebraten. "Außen hat man die knusprige Haut und innen die Fülle. Da kann man fein schneiden", so Sampl.
 
 
 
    Sauce dazu
Aus dem Bratenrückstand wird mit Hilfe von Mehl oder Maisstärke eine Sauce gemacht, die Beilage hat sich nebenbei fast von selbst gekocht bzw. gedünstet. "Wir geben ein gedünstetes Weißkraut dazu, das mit Wein, Kümmel, Salz und Pfeffer und etwas Zucker gewürzt wird", so Sampl.
 
      Ganslhaxn und Ragout
Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit darf es ruhig auch deftiger sein, vor allem rund ums Gansl. Sampl schlägt zum Beispiel ein Ganslhaxl mit Bohnenragout vor.
 
   
 
    Gansl-Flügerl. (Bild: ORF)
Rote Indianerbohnen und herkömmliche Bohnen nehmen. Mit Ziebel eine Einbrenn machen und mit Gemüse und Rollgerste zu einem Ragout verkochen. Zum Schluss ein bisschen Gänsefett und Saft dazu zum Abrunden.
 
 
      Exotisches mit Sesam
Sampl hat auch eine exotische Gansl-Variante im Angebot: Ganslbrust mit Sesam-Mandel-Kruste.
 
   
 
    Gansl mit Kruste. (Bild: ORF)
"Die Brust extra machen. Würzen, anbraten und fast fertig machen. Zum Schluss Sesam und Mandel für die Kruste daraufgeben", so der Koch.

Für die Kruste Sesam, gehobelte Mandeln, eine Chilischote und Butter verrühren, bis eine Pasta entsteht, die sich gut auf die Hautseite der Gänsebrust streichen lässt.
 
 
      Pfiff durch Sauce
Den Pfiff gibt diesem Gericht auch die passende exotische Sauce. Dazu werden Kalbsfond, Sojasauce, Honig und gehackter Koriander aufgekocht und einreduziert.
 
   
 



 

 

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