Die Wiener Pastetenmanufaktur Hink vertieft
die Kooperation mit der Südburgenländischen
Weidegans
Wien - in den 1960er Jahren ist die Gans fast
gänzlich aus den burgenländischen Dörfern
verschwunden. Im Jahr 2002 haben sich
aufgeschlossene Bauern im Südburgenland zu einer
Gruppe zusammengeschlossen und die Tradition der
Gänsehaltung wieder aufgenommen.
Derzeit werden in den Bezirken Güssing,
Jennersdorf und Oberwart rund 3000 Weidegänse
nach den strengen und möglichst naturnahen
Richtlinien des Vereines Genussregion
Südburgenländische Weidegans gehalten.
Gänse-Hauptabnehmer
Die Wiener Pastetenmanufaktur Hink gilt als
Gänse-Hauptabnehmer der Region. Seit Beginn der
Kooperation 2010 konnte die Produktion der
Südburgenländischen Weidegänse eine Steigerung
von fast 50 Prozent verzeichnen. Jetzt soll die
Zusammenarbeit vertieft werden.
Bislang haben die Pasteten-Profis für die
Weidegans eigene Spezialitäten kreiert:
Rillettes aus schonend gegartem Fleisch mit
einer speziellen Gewürzmischung, geräucherte
Gänsebrust und Gansleinmachsuppe. Nun wird eine
eigene Pastetenlinie aus weiteren
burgenländischen Produkten angedacht.
Artgerecht, naturnah, extensiv
Das Weidegansfleisch zeichnet sich durch
seinen geringen Fettgehalt, Feinfasrigkeit, eine
dunkle Fleischfarbe sowie durch sein gutes
Safthaltevermögen aus. Um Fleisch dieser
Qualität zu erhalten, bedarf es einer Aufzucht
unter besonderen Ansprüchen. Die Haltung der
Gänse ist artgerecht, naturnah und extensiv: Die
Tiere haben nach der sechsten Lebenswoche
ständigen Zugang zur Weide. Bei Bedarf wird das
Grünfutter durch Getreide ergänzt.
Ein weiterer Vorteil der Weideganshaltung
besteht darin, dass Wiesenflächen, die bis dato
kaum bewirtschaftet wurden, einer extensiven
Nutzung und Pflege zugeführt werden. So trägt
die Weidegänsehaltung auch zur Erhaltung der
burgenländischen Landschaft bei. (red,
derStandard.at)